Bauwagen

Im März 2012 begannen wir mit dem Rückbau des ursprünglichen Baustellenwagens. Wir entfernten die Blechaussenhülle und hofften, das Grundgerüst des Wagenaufbaus mit einigen Änderungen weiterverwenden zu können. Es stellte sich aber schnell heraus, dass ein Grossteil des Stahlgerippe durchgerostet war. Wir entschieden uns also kurzerhand, den ganzen Aufbau neu zu konstruieren. Der Wagen war nun reduziert auf das Chassis und es standen alle Möglichkeiten für Anpassungen offen. Bei dieser Gelegenheit verbreiterten und stabilisierten wir das Fahrgestell auf die maximal zugelassene Breite, um mehr Innenraum zu gewinnen. Die Schweissarbeiten am Chassis wurden von Thomas Casalegno Metallatelier ausgeführt.

Bei der folgenden Wand- und Dachkonstruktion entschieden wir uns für einen atmungsaktiven Aufbau. Konkret heisst das, dass Feuchtigkeit von innen nach aussen weichen kann, sodass die Kondenswasserbildung im Innern des Wagens vermieden wird. So können wir trotz kleinem Raumvolumen ein angenehmes Raumklima garantieren.

Für die Spenglerarbeiten und die Materialwahl des Wagendaches liessen wir uns von der Spenglerei Philipp Bleile unterstützen und beraten.

Anfang August war der Wagen so weit fertiggestellt, dass er per Traktor an seinen zukünftigen Standort gefahren werden konnte.

Masse aussen in m: 7 x 2.45 x 3.4
Masse innen in m: 6.74 x 2.19 x 2.4
Rahmenbau: Fichtenlatten 80 x 40mm keilverzinkt, gehobelt
Dachbögen: 3-Schichtplatten Fichte 2 x 27mm
Isolation Wände/Dach: Schafwolle Dämmmatten 80mm
Innenbeplankung: Täfer 14mm / 1-Schicht-Fichtenplatte
Aussenbeplankung: Schalungstäfer Fichte 22mm, geölt
Bodenaufbau: Sperrholz 12mm, Polystyrol 120mm, Bodenriemen Fichte 15mm
Dachhülle: Hartfaserplatte 3mm, synthetisch hergestellte Kautschukfolie
Dachabschlüsse: Abschlüsse Kupfer, Dachrinnen U-Profile Aluminium

Veröffentlicht am 17. Februar 2013 von Ramon Wili | Schlagwörter: , , , ,